Samstag, 16. August 2014

Am Meer



Stell dir vor, du bist am Meer.
Sieh die Weite des grünblauen Wassers vor dir.
Sie reicht bis zum Horizont.
Du stehst so nah am Wasser,
dass du bei einer Welle spüren kannst,
wie das kühle Nass deine Fußknöchel umspielt.
Der Sand ist warm und weich.
Die Sonne verschenkt ihre Strahlen reichhaltig.
Spüre ihre Wärme auf deiner Haut.
Es geht ein leichter, angenehmer Wind.
Er streichelt dein Gesicht und spielt mit deinem Haar.
Du kannst die Augen schließen
und auf das Rauschen des Meeres hören.
Hier und da vernimmst du den heiseren Schrei einer Möwe.
Atme die salzige Luft ein,
berausche dich am Geschmack der Weite
und  Endlosigkeit.

 

Wenn du magst, wähle nun eine Richtung
und gehe am Strand entlang.
Weit und breit ist kein Mensch zu sehen.
Nur du und das Meer.
Setze behutsam Schritt vor Schritt,
spüre den Sand unter deinen Füßen,
vielleicht magst du auch im seichten Wasser waten.
Du kannst das Glitzern des Sonnenlichts
auf den Wellen funkeln sehen.
Der Strand liegt voller Muscheln,
in verschiedenen  Größen und Formen,
edle Geschenke des Meeres an uns Landwesen.
Der Wind bläst in dein Haar
und raschelt in deinen Kleidern.
Du kannst den Frieden dieses Bildes aufnehmen
in dein Gemüt.
Du kannst Freiheit spüren, Offenheit,
Vertrauen und Liebe.

In der Ferne ist nun ein Punkt auszumachen.
Dort scheint etwas im Sand zu liegen.
Zwar neugierig geworden,
aber dennoch gemäßigten Schrittes gehst du darauf zu.
Nun bist du nah genug, um erkennen zu können,
was es ist: eine große Holztruhe
mit messingfarbenen Eisenbeschlägen.
Sie ist unverschlossen.
Wenn du magst,
kannst du mit geringer Kraftanstrengung
den schweren Deckel öffnen und nachsehen,
welche Schätze darin für dich verborgen sind.

® Dorothee Zachmann

Strandgut

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