Mittwoch, 8. Oktober 2014

Buchtipp des Monats

„Einen Anfang kann es öfter als einmal geben und immer wieder anders. Man konnte sich auch nur einbilden neu anzufangen, obwohl man denselben alten Stiefel weitermachte…“
 

Nein, es muss nicht der Jakobsweg sein, den man pilgert, um sich wieder auf das Wesentliche des eigenen Lebens zu besinnen. Eigentlich war es nur der Gang zum nächsten Briefkasten, und dann zu nächsten … und dann doch noch bis zu dem am Stadtrand. Es war wohl die weiteste Entfernung,  die Harold Fry seit seiner Pensionierung vor einem halbem Jahr zu Fuß zurückgelegt hat, vielleicht aber auch die weiteste überhaupt. Schon dieses „kurze“ Wegstück reicht aus, um den Entschluss zu fassen, den Brief, mit der darin enthaltenen Antwort, selbst zum Empfänger zu bringen, zu Queenie Hennessy, einer ehemaligen Arbeitskollegin, die im Sterben liegt. Das ist das Mindeste, was er tun kann. Harold läuft einfach los, von Südengland bis an die schottische Grenze – 1000 km zu Fuß…




Es wird eine besondere Reise, in der es der Autorin gelingt, den Leser/ Hörer so mitzunehmen, dass es eine eigene Reise für ihn wird. Eine Reise durch die Höhen und Tiefen des Lebens, durch wundervollen wie dramatischen Erfahrungen, durch Ereignisse des Glücks, der Liebe und Trauer. Rachel Joyce lädt ein, innezuhalten und zu reflektieren und vergisst nicht, auf eine sanfte, einfühlsame Arte daran zu erinnern, dass unsere Leben und Zusammensein nicht für IMMER ist.

"Die unwahrscheinliche Pilgerreise des Harold Fry" ist ein wunderbares Buch. Heikko Deutschmann verleiht dem Hörbuch eine einfühlsame Stimme und sorgt für eine nachhaltige Beziehung zur Geschichte.


 


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