Sonntag, 26. Oktober 2014

Zeit


Die Armut unserer Generation ist Zeit. Ein Mangel, den wir, wie es scheint durch nichts ausgleichen können. Egal wie schnell wir sind- und dank der modernen Technik sind wir immer schneller. Wir haben Schnellkochtöpfe, mittlerweile Kochmaschinen, die das Essen ganz allein zubereiten. In der Familie muss nicht mehr ausgelost werden, wer den Abwasch macht, es gibt einen sogenannten "Geschirrtrottel". Der Weg zur Post entfällt, weil wir den meisten Schriftverkehr per Email absolvieren. Ich brauche nicht mehr zur Bibliothek und dort Bücher wälzen, um an Informationen zu kommen - nein, Dr. Google erledigt das in Sekundenschnelle. Und trotzdem! Wir haben keine Zeit.

Heute Morgen, obwohl ich mich so darauf gefreut habe, weil es mein erstes (fast) arbeitsfreies Wochenende ist, hatte ich es fast vergessen. Erst auf der Yogamatte fiel mir die Divergenz der Zeit zwischen Küchenuhr und Wecker neben mir auf.

Ach
, ich liebe diese Herbstsonntage, an denen die gestohlene Stunde zu uns zurück kommt, sie macht den Tag um so viel länger. An diesem Sonntag und auch noch in den Wochen danach, habe ich immer das Gefühl wirklich Zeit zu haben. Seit einer gefühlten Ewigkeit habe ich mal wieder den Strand gesehen - René und ich waren gemeinsam spazieren. Ich nehme mir Zeit, für unsere Blog`s, freue mich über die ausgewählten Inspirationen und dabei (schon) mit denen, die sie lesen.

Draußen scheint noch die Sonne und taucht diesen Nachmittag in ein spätherbstlichen Schimmer. Im Hintergrund singt Wah! - ich höre Musik vor, um neue Playlisten für die Yogastunden zusammen zu stellen. Die letzten Wochen dieses Jahres liegen vor uns und ich freue mich auf die Zeit, die ab jetzt ein kleines bisschen ruhiger wird, besinnlicher, gemütlicher und ich weiß, es liegt ganz in meiner Hand, mir Zeit zu nehmen, um diese Momente auch zu genießen.

Das wünsche ich auch Dir!
Von zumit ☼ & Constanze
cori yoga

© VinaC

Interessanter Link: Das Paradox unserer Zeit






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